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Herausforderung Mobile Video, Branded-Content bei Instagram und Live-Stream-Promotion auf Facebook

Elbdudler Radar #45

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Instagram: „Paid Partnership”

Instagram will mehr Transparenz in Kooperationen bringen und testet eine eigene Version des Facebook Branded-Content-Tags mit ausgewählten Influencern und Unternehmen. Nach einem Probelauf soll die Kennzeichnung von „paid promotions” in den kommenden Monaten offiziell ausgerollt und verpflichtend werden.

Kennzeichnung für bezahlte Posts

Aktuell ist es für den Instagram Nutzer kaum nachvollziehbar, ob ein Influencer für die Platzierung eines Produktes Geld bekommen hat oder nicht. Es gibt zwar Handlungsanweisungen, solche Posts mit Hashtags wie #Werbung, #ad oder #sponsored zu kennzeichnen, dennoch wird das in vielen Fällen „vergessen” oder sie gehen in der Hashtag-Wolke unter.

Mit dem neuen Feature soll Werbung nun ganz offensichtlich kenntlich gemacht werden. Ähnlich wie auf Facebook, werden auch auf Instagram künftig Beiträge und Stories zu sehen sein, die mit einem „paid partnership with” versehen sind – direkt unter dem Benutzernamen. Das neue Feature wurde Mitte Juni angekündigt und wird momentan mit ausgewählten Partnern getestet. Bis wir es in Deutschland sehen/nutzen können, wird es aber noch ein paar Wochen dauern.

instagram paid partnership
Mehr Einblicke für Marken

Die Markierung ermöglicht nun auch den Unternehmen einen direkten Einblick in die Insights des Posts. Die Content-Ersteller sehen weiterhin die Metriken in den Instagram Insights und Business Partner können die geteilte Reichweite und die Interaktionszahlen in den Facebook Seitenstatistiken verfolgen. Der Werbepartner kann also erkennen, wie viele Follower einen Beitrag sehen und liken bzw. kommentieren. So lassen sich nun auch Rückschlüsse darauf ziehen, wie relevant ein Influencer tatsächlich ist und wie gut eine Kooperation funktioniert.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Einblick in Seitenstatistiken des Influencers
  • mehr Transparenz für alle Seiten
  • größere Aufmerksamkeit für das sponsernde Unternehmen
  • guter Überblick über das Engagement der Influencer
  • bessere Bewertbarkeit der Influencer

Entsprechend des neuen Features wird es in den nächsten Monaten eine offizielle Branded-Content-Policy und ein daraus resultierendes Sanktionieren von Verstößen geben.

Was wir davon halten

Aktuell haben einige Influencer damit zu kämpfen, dass Marken sie dazu auffordern das Feature zu nutzen, obwohl es den Influencern noch gar nicht zur Verfügung steht.

Davon abgesehen ist die neue Kennzeichnung durchaus sinnvoll, denn sobald es die entsprechende Policy gibt, sind alle Influencer zur Kennzeichnung von werblichen Beiträgen verpflichtet – ein Verstecken im Text oder in der Hashtag-Wolke ist dann nicht mehr möglich.

Für Influencer, die von vielen täglichen Koops leben, die sie bislang eher nachlässig gekennzeichnet haben, bedeutet das, dass all ihre bezahlten Aufträge nun sichtbarer werden. Darunter kann ihre Authentizität leiden, sofern Usern jetzt stärker auffällt, wie groß der Anteil bezahlter Posts ist. Insbesondere die Häufigkeit des Tags wird eine große Rolle spielen. Wenn jeder Post (und Influencer posten mehrmals täglich) den Branded-Content-Tag enthält, könnte es durchaus sein, dass die Influencer-Marke leidet.

Auch wenn das Feature sehr prominent unter dem Benutzernamen steht und sicherlich auch wahrgenommen wird, wird ähnlich wie bei Instagram Ads mit einem gewissen Gewöhnungseffekt zu rechnen sein.

Am Ende zählt, dass der Branded-Content-Tag mit dem großen Problem von Instagram, der Schleichwerbung, aufräumt. Dadurch befinden sich vor allem die Influencer nicht mehr in einer schwammigen Grauzone – „Reicht es aus, wenn ich #sponsored ans Ende des Text packe?“ – die Plattform wie auch das Influencer-Marketing werden dadurch deutlich transparenter.

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Kontakt

Julia Schwabe
Communications/PR
schwabe@elbdudler.de
040/6094567-82

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