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Elbdudler Radar #43

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F8: Facebook setzt auf Camera Effects Platform

Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz F8 in San Jose stellte Facebooks CEO Mark Zuckerberg seine wichtigsten Ideen für die Zukunft vor. Eine der neuen Anwendungen ist die sogenannte Camera Effects Platform. Perspektivisch betrachtet wird diese Plattform, deren Features an die Sponsored Lenses und Filter von Snapchat erinnern, auch für Marken spannend sein.

In seiner F8 Keynote betonte Mark Zuckerberg gleich mehrfach, wie wichtig die Kamera für Facebook künftig sein wird: „Die Kamera muss in den Apps zentraler als das Textfeld sein.” Bei dieser Zielsetzung verwundert es nicht, dass Facebook auf seiner häufig genutzten Kamera-Anwendung aufbaut und nun die passende Camera Effects Platform lanciert.

Eine Plattform – zwei Anwendungen

Die Camera Effects Platform bietet zwei Tools, mit denen Designer und Entwickler Effekte für die Facebook Kamera erstellen können: das Frames Studio und das AR Studio.

Das Frames Studio ist ein einfacher Editor, mit dem ab sofort jeder Facebook Nutzer statische Rahmen für Profilbilder oder Bilder im Newsfeed gestalten kann, die dann in der Facebook Kamera zur Verfügung stehen. Bevor die Rahmen aber genutzt werden können, muss das Design eingereicht und von Facebook freigegeben werden. Dabei muss man beachten, dass keine Logos oder Markennamen in den Designs verwendet werden dürfen – außer es wurde vorher von Facebook direkt genehmigt.
Erst nach der Freigabe wird der Frame direkten Kontakten, wie Freunden des Rahmen-Erstellers oder Personen, denen die Seite des Erstellers gefällt, in der Kamera Anwendung vorgeschlagen. Der Name des Designers soll laut Facebook neben dem Design sowohl in der Kamera als auch auf dem endgültigen Post eingebunden werden.

Frames Editor
Jeder kann Frames-Designer werden – Facebook setzt auf die Kreativität seiner Community.
 

Mit dem AR Studio können Entwickler Masken, Effekte und Animationen erstellen, die den Snapchat Lenses ähneln. Ohne selber Codes schreiben zu müssen, können Effekte mit Gesichtsbewegungen, Bewegungen des Smartphones oder Userinteraktionen verknüpft werden. Bisher ist die Anwendung nur als Beta-Version zugänglich. Wer sie bereits jetzt nutzen möchte, muss sich bei Facebook bewerben.

Einige Marken haben die Effekte aber bereits im Rahmen einer Partnerschaft ausprobiert. Nike hat beispielsweise eine Lens erstellt, die es Nutzern der Nike+ Run Club App erlaubt, sich für das Teilen ihrer Laufstatistiken ein virtuelles Schweißband auf die Stirn zu legen.

Nike Lens

Zukunftsperspektiven

Die Camera Effects Platform ist ein cleverer Schachzug von Facebook. Denn sie setzt auf die Kreativität seiner Community um Filter, Rahmen, Masken oder andere Animationen zu erstellen und hebt sich genau mit dieser Herangehensweise von Snapchat ab. Dadurch werden die Nutzer Zugriff auf viele persönlich relevante Effekte bekommen – der lokale Sportverein kann genauso seine eigenen Overlays zur Verfügung stellen wie die eigenen Freunde.

Zudem wird die Plattform ein hilfreiches Tool zur verspielten und kreativen Inszenierung von Marken, die sich von platter Werbung abheben könnte. So könnte der Rasierer-Hersteller den Facebook-Nutzern zum „Ohne-Bart-Tag” eine virtuelle Rasur spendieren, oder Baby-Marken den Eltern Frames zur Verfügung stellen, welche die aktuelle Lebenswoche des Babys über das Bild legen. Aktuell gibt es keine Möglichkeiten für Marken, die Effekte zu bewerben. Gegenüber Techcrunch gab ein Sprecher von Facebook an, der Fokus liege derzeit darauf, das Produkt für die Nutzer zu optimieren. Erst danach sollen bezahlte Formen für Unternehmen eingeführt werden. Was in der Zukunft besonders spannend werden könnte: Die Facebook Kamera wird in der Lage sein, bestimmte Objekte wie Kaffeetassen, Weinflaschen oder ähnliches zu erkennen und gezielt dafür Effekte vorzuschlagen. Hier könnten perspektivisch auf charmante Art Produktinformationen oder sogar Verlinkungen in Shops integriert werden.

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Kontakt

Julia Schwabe
Communications/PR
schwabe@elbdudler.de
040/6094567-82

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