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Messenger Stories, iBrains und Snapchats Spectacles im Test

Elbdudler Radar #42

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Facebook vs. Snapchat: neue Stories-Features in WhatsApp und Messenger

Snapchat geht es trotz spektakulär greller Videobrille zunehmend an den Kragen: Nach den Instagram Stories greift Rivale Facebook nun mit den Features Messenger »Day« und WhatsApp »Status Updates« an.

Als die Filter laufen lernten

Am Anfang war der Snap. Bilder und Videos, die nach kurzer Zeit von selbst verschwanden. Ein sich selbst löschendes Tagebuch. Ohne Profil-Chichi, dafür mit jeder Menge Filter. Dass Snapchat mit diesem Konzept so erfolgreich war (im April 2016 mit über 10 Milliarden Video-Views pro Tag und damit vor Facebook), konnte die Konkurrenz natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

Gegenoffensive

Im August letzten Jahres launchte Facebooks Foto-Plattform Instagram mit den Stories eine ähnliche Funktion – seit Anfang 2017 sogar mit der Möglichkeit, darin Werbung zu platzieren.

Vom Messenger zum Netzwerk

Ende Februar zog Facebooks Tochterfirma WhatsApp mit der nächsten Snapchat-Kopie nach. Die User des Messenger-Dienstes können seitdem via »Status Updates« für begrenzte Zeit Fotos und Videos mit ihren Kontakten teilen.
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Die Integration der Update-Funktion in WhatsApp war für den Konzern aber nur ein Warm-up: Seit 9. März gibt es im Messenger die Funktion Day. Damit können jetzt auch Messenger-User Bilder und Videos für – tadaaaa – begrenzte Zeit mit ihren­ Freunden teilen. Auch hier verschwinden die Inhalte wieder nach 24 Stunden. Gemeinsam mit dem umfangreichen Dezember-Update mit schnellerer und leichter bedienbarer Kamera-Funktion sowie neuen Gestaltungsmöglichkeiten und Spezialeffekten entwickelt sich der Messenger so mehr und mehr zu einem eigenen sozialen Netzwerk.

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David gegen Goliath

Warum Facebook in diese Richtung drängt, ist klar – und die Strategie scheint aufzugehen: Zwar kam Snapchat Ende 2016 auf 160 Millionen Nutzer täglich. Zeitgleich mit dem Börsengang der Mutterfirma berichtete das Unternehmen allerdings von stagnierenden Nutzerzahlen. Und auch auch wenn versucht wurde, das Ganze mit technischen Problemen bei der Android-Version der App zu erklären, kann ein Zusammenhang mit den immer populärer werdenden Instagram-Stories wohl kaum ausgeschlossen werden.
Facebooks großer Vorteil gegenüber Snapchat liegt in der deutlich höheren Reichweite. Sowohl Messenger als auch WhatsApp haben täglich über eine Milliarde aktive Nutzer, während es beim gelben Geist Ende 2016 gerade mal 160 Millionen waren. Mit der Integration der Update-Funktion in WhatsApp werden auch Altersgruppen an dieses Erzähl-Format herangeführt, das bei Snapchat einer eher kleinen und sehr jungen Zielgruppe vorbehalten war. Zudem kann Facebook mit besseren Targetingoptionen punkten, die perspektivisch auch bei den Messengern zum Einsatz kommen könnten. Werbetreibende können bereits jetzt von Anzeigen direkt auf Messenger-Bots lenken – und das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange.

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Was bleibt?

Schon jetzt zeigt sich: Das Format der aneinandergereihten Kurzeinblicke, die nach einiger Zeit wieder verschwinden, wird immer beliebter. Auf welchen Kanälen es wie intensiv genutzt werden wird, wird sich zeigen. Unternehmen sollten die neuen Features und Kanäle gut im Auge behalten und Strategien entwickeln, diese für ihre Kommunikation zu nutzen.

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Kontakt

Julia Schwabe
Communications/PR
schwabe@elbdudler.de
040/6094567-82

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