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DIGITALES MARKETING 2017 – TRENDS UND CHALLENGES

Elbdudler Radar #40

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Werbung als Dienstleistung für die Zielgruppe: Wie Kreative 2017 angehen sollten

Neue Kanäle und Formate sind die eine Sache. Wie wichtig es ist, diese auch mit den richtigen Inhalten zu bespielen, erläutert unser Creative Director Maori Kunigo in einem flammenden Plädoyer. Spoiler: Ziemlich wichtig.

Maori Kunigo

Maori Kunigo, Creative Director

  • kümmert sich ums: Rosinenpicken und gemeinsam mit Konzept und Strategie um eine konsistente Markenführung
  • freut sich über: die nächste kreative Eskalation

»2017 wird das Jahr, in dem viele Marken zurück zur Vernunft finden werden. Innerhalb der Branche wächst die Skepsis gegenüber neuen Hypes. Es wird nicht mehr reichen, irgendein neues soziales Netzwerk, irgendeinen heißen Trend, irgendeine fancy App mit 100.000 toten Usern zu bespielen. Stattdessen ist wieder Kreativität gefragt – in doppelter Hinsicht: einerseits beim Einsatz etablierter Formate und Kanäle, andererseits auf jedem Werbemittel.

Darüber hinaus wird das Thema der letzten Jahre weiter an Bedeutung gewinnen: die Individualisierung der Werbung. Seit Jahren predigen die prominenten Werbeköpfe Relevanz, liefern dabei aber die gleiche Soße ab wie vor zwanzig Jahren. Individualisierung bedeutet nicht, möglichst viele Nutzerdaten zu sammeln und die Zielgruppe auf sämtlichen Touchpoints möglichst hart zu penetrieren. Agenturen und Marken müssen endlich Werbung als Dienstleistung für die Zielgruppe verstehen.

Wer aufgrund schlechter Targeting-Erfahrungen zur Gießkanne zurückkehrt, macht es sich bequem – und höchstwahrscheinlich einen langfristig teuren Fehler.

Ergo werden flexible Werbemittel an Bedeutung gewinnen. Diese werden immer weiter in den Mainstream drängen, beispielsweise modular aufgebaute Programmatic Ads. Für Kreative bedeuten sie das Ende des Einzelmeisters – der einen Text-Bild-Schere, des einen Hero-Motivs. Stattdessen wird es darum gehen, aus der völlig neuen Art der Kreation Stärken herauszuarbeiten.

Zur Individualisierung gehört auch die Digitalisierung traditionell analoger, klassischer Werbeformate. Spotify und Co. sind die neuen Radiosender, können ihre Werbeblöcke individuell zusammenstellen und maßgeschneidert ausspielen. Digitale OOH-Formate können auf Live-Wetterdaten oder die Uhrzeit zugreifen und passende Motive ausspielen. Oder sie werden direkt live betextet, wie es PiCK UP! 2016 in Berlin vorgemacht hat . Und das Fernsehen steht vor der größten Revolution seit der Invasion der Privatsender.

Und so könnte ich im Grunde immer weiter schreiben, denn 2017 wird unglaublich viel passieren. Aber ich muss wieder an die Arbeit, wir haben schließlich viel vor.«

 

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Kontakt

Julia Schwabe
Communications/PR
schwabe@elbdudler.de
040/6094567-82

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